Bernstein und der Mensch

Seit mindestens 20.000 Jahren sind Menschen vom Bernstein fasziniert. Seine ungewöhnlichen Eigenschaften weckten Neugier und magische Vorstellungen.

Seltenheit und Schönheit verleihen dem Bernstein hohen Wert, ähnlich dem Gold. So war er schon in der Steinzeit ein gesuchter Schmuckstein und in der Antike für Schnitzarbeiten begehrt. Besonders bedeutende kunsthandwerkliche Arbeiten entstanden in Preußen im 16. bis 18. Jahrhundert.

Auf Aberglaube beruhen die dem Bernstein zugeschriebenen heilenden Eigenschaften. So sollte weißer Bernstein gegen Blasen- und Nierensteine helfen, der Rauch brennenden Bernsteins gegen Lungenkrankheiten. Den Fluss der „Körpersäfte“ (Blut, Muttermilch) sollte er beeinflussen können und sogar gegen die Pest helfen. Heute findet Bernstein in der Kosmetik Verwendung. Manche glauben noch heute an seine medizinische Wirkung und nutzen ihn als Salbe oder Pulver.