Bernstein verhält sich ganz anders als Steine und Mineralien. Er ist durchscheinend, deshalb können wir die Inklusen als „Fenster in die Urzeit“ bewundern. Die Germanen nannten ihn „Glesum“, woraus sich unser Wort Glas ableitet.
Für die antiken Griechen hieß der Bernstein „Electron“. Rieben sie ihn über ihre Kleidung, blieb am Bernstein der Staub haften, da er sich statisch aufl aden kann. So wurde er Namensgeber der Elektronen und der Elektrizität.
Die deutsche Bezeichnung entwickelte sich aus dem alten Namen „Börnstein“, denn dieser „Stein“ ist brennbar – und riecht dabei noch gut. Bei Temperaturen um 170 °C schmilzt er und kann daher leicht umgeformt werden. Wenn der Salzgehalt des Wassers 150 g pro Liter übersteigt, etwa im Meer, schwimmt oder schwebt Bernstein darin. Deshalb kann man ihn gut bei Wellengang fi schen oder nach Sturm am Strand einsammeln.
Aufstellung des gesammelten Bernsteins, Amt Lochstedt/Samlandküste, 1704/5.
Ostpreußisches Landesmuseum