Das „grüne Abitur“: der Weg zur Jagd

Wer in Deutschland Jäger werden will, muss sich intensive Kenntnisse aneignen. Insbesondere der Einsatz von Schusswaffen ist streng geregelt, um Unfälle zu vermeiden und einen raschen „waidgerechten“ Tod des Wildes sicherzustellen.

Der Erwerb des Jagdscheins setzt nicht nur umfangreiches Wissen über das jagdbare Wild, Waffenhandhabung, Einsatz von Jagdhunden oder das Verwerten des erlegten Wildes voraus. Gefordert werden ebenso Kenntnisse in Land- und Waldbau, Wildhege, Naturschutz, Jagdrecht und –ethik sowie den gängigen Jagdsignalen. Auch wer mit Greifvögeln jagen will, benötigt einen Jagdschein.

Die Ausbildung bieten die Jägerschaft oder private Jagdschulen an. Nach erfolgreicher behördlich geregelter Prüfung dürfen „Jungjäger“ Jagdwaffen kaufen und ihren ersten Jagdschein lösen. Dieser gilt für ein Jahr und muss dann erneuert werden. Wer über kein eigenes Revier, eine „Eigenjagd“, verfügt, kann eines pachten oder auf Einladungen von Forstbeamten und Reviereignern hoffen.

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Angehende Revierjäger mit Ausbilder während einer Unterrichtsstunde zum Thema „Wildtierkunde-Haarwild“ in der Jagdschule Northeim. Foto: Christian Mühlhausen, Landpixel