Hege im Revier: Pflege und Beobachtung

Jäger sind wie Förster um ein tiefgreifendes Verständnis ihres Reviers bemüht. Sie beobachten das vorsichtige Wild und deuten seine Spuren.

Alle Tätigkeiten im Revier werden als Hege bezeichnet. Hierzu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen aller Lebewesen im Ökosystem, nicht nur der laut Gesetz jagdbaren Tiere.

Mit Ablenkfütterungen (Kirrungen) verringern sie Wildschäden in Kulturflächen oder Anpflanzungen. Auch halten sie streunende Hunde und Katzen sowie hier ursprünglich fremde Raubtiere, zum Beispiel Waschbären oder Marderhunde, kurz. Zur Schadenvermeidung gehören auch alle Maßnahmen gegen Wildunfälle an den Straßen in ihrem Revier.

Der Gesetzgeber regelt die Ausübung der Jagd seit Jahrzehnten mit strengen Auflagen, unter anderem durch Vergabe des Jagdscheins. Er unterstützt die Hege durch Festlegung von Jagd- und Schonzeiten sowie die Pflicht, Hunde während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr an der Leine zu führen.

Abbildung:
Salzlecke und Fütterung in einem Revier im östlichen Niedersachsen mit Rotwild (weibliche Rothirsche, „Kahlwild“, und ein Hirsch mit beginnender Geweihausbildung) Kolkrabe und Kranichen (im Hintergrund). Foto: Peter Burkhardt