Jagdparadies Ostpreußen

Die Jagd hatte im tier- und artenreichen Ostpreußen immer eine große Bedeutung. Im Mittelalter diente sie zur Versorgung mit zusätzlicher Nahrung. Später wurde die Jagd immer mehr zu einem Vorrecht der Herrschenden und bekam repräsentativen Charakter. Bis heute hält sich der Mythos vom Jagdparadies Ostpreußen.

Der Ruf Ostpreußens als einzigartiges Naturparadies beruhte nicht zuletzt auf seiner Wilddichte und der Vielfalt an seltenen oder großen Tieren. Es überrascht nicht, dass die Jagd dort seit der Ordenszeit intensiv ausgeübt wird und bis heute zahlreiche Gäste anzieht. Besonders auf den Gütern spielte die Jagd eine wichtige gesellschaftliche Rolle.

Frühzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, diesen besonderen Wildbestand zu pflegen. Unter den zahlreichen Edikten König Friedrich Wilhelms I. finden sich solche, die als die ersten Naturschutzregelungen der Welt verstanden werden können. Besondere Berühmtheit erlangte die Rominter Heide, wo die trophäenstärksten Hirsche des Reiches lebten und aufwendig gehegt wurden.