Die 1844 in Königsberg gegründete „Altertumsgesellschaft Prussia“ bemühte sich um die Erforschung der Vorgeschichte Ost- und Westpreußens durch Grabungen und Anlage einer Sammlung. Daraus entwickelte sich das international bedeutende Prussia-Museum, das im Königsberger Schloss untergebracht war. Es erweiterte seine Bestände später um die Bereiche Volkskunde und Landesgeschichte.
Ab 1943 wurden Teile der mehrere hunderttausend Objekte umfassenden Sammlung nach Vorpommern ausgelagert. Später lagerten sie unerkannt in Kellern des Stadtmuseums in Ost-Berlin. Heute gehören sie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Nach Kriegsende wurden nicht ausgelagerte Teile der Prussia-Sammlung nach Warschau und Olsztyn/Allenstein abtransportiert. Ab 1997 tauchten, teils illegal auf Flohmärkten, in Kaliningrad/Königsberg weitere Sammlungsteile auf. Mit deutscher Hilfe restauriert werden sie heute im dortigen Gebietsmuseum für Geschichte und Kunst aufbewahrt. Der Großteil aber ist verloren.
Abbildung:
Kupferstich von Christoph Hartknoch
Porträt von Christoph Hartknoch (1644-1687)
Außer den archäologischen Funden bilden neben Urkunden besonders Chroniken die wichtigsten Quellen zur Geschichte Alt-Preußens. Dem Theologen, Pädagogen und Kupferstecher Hartknoch verdanken wir die die wohl wichtigste Arbeit des 17. Jahrhunderts.