Literatur

Ostpreußen mit seiner eindrucksvollen Landschaft und einer bewegten Geschichte hat eine erstaunliche Vielfalt und Qualität an Literatur hervorgebracht. Ob Lyrik oder Prosa, die Erinnerung an Land und Menschen lebt in seinem Schriftgut fort. In der deutschbaltischen Literatur spiegelt sich verstärkt das höhere gesellschaftliche Leben wider.

Aus Ostpreußen stammen bedeutende und heute noch einem breiten Publikum bekannte Autoren wie Johann Gottfried Herder, E.T.A. Hoffmann oder Siegfried Lenz. Andere wie Simon Dach, Johann Gottsched, Ernst Wiechert, Arno Holz oder Hermann Sudermann waren zu ihrer Zeit beliebte und gerühmte Autoren, sind heute aber weniger vertraut. Auch Zugezogene wurden inspiriert wie Heinrich von Kleist, der dort den „Zerbrochenen Krug“ abschloss.

Von der Literatur der Deutschbalten sind nur noch einige Schriftsteller der letzten 100 Jahre bekannt, so Siegfried von Vegesack und Werner Bergengruen.

Nach 1945 erschienen gerade zu Ostpreußen in großem Umfang Bücher, die sich mit Heimatverlust, Flucht und Vertreibung auseinandersetzen. Die Zahl der Neuerscheinungen hält sich bis heute auf hohem Niveau.