Der Deutschbalte von Vegesack war Erzähler und - oft heiterer - Lyriker.
In der Romantrilogie „Die baltische Tragödie“ schildert er die Konflikte zwischen dem deutschen Adel und dem livländischen Volk sowie den Untergang dieser patriarchalischen Welt nach der russischen Oktoberrevolution.
In „Vorfahren und Nachkommen“ beschreibt er Orellen, das Gut seiner Mutter, einer geborenen von Campenhausen.
Ab 1918 lebte er als Landwirt und Schriftsteller in einem „Fressendes Haus“ benannten mittelalterlichen Bau im Bayerischen Wald.
In den 1920er Jahren setzte er sich in satirischen Gedichten mit der Weimarer Republik auseinander und wurde von den Nationalsozialisten angefeindet. Von 1936 bis 1938 reiste er durch Lateinamerika („Unter fremden Sternen“). 1941 meldete er sich freiwillig als Wehrmachtsdolmetscher und war zeitweise in seiner baltischen Heimat („Als Dolmetscher im Osten“).
Abbildung:
Totenbrett Siegfried von Vegesack (1888-1974), angebracht am Baum über seinem Grab in Weißenstein. Foto: Vegesack Archiv Regen