Die faszinierenden Landschaften Ostpreußens inspirierten viele Künstler. An der 1845 gegründeten Kunstakademie in Königsberg spielte das Lehrfach „Landschaftsmalerei“ daher eine besondere Rolle.
Berühmt wurde die Künstlerkolonie Nidden, wo Maler regelmäßig zusammenkamen. Ihr Ruf drang weit über die Grenzen Ostpreußens hinaus.
Von dem Werken der Maler und Bildhauer des 14. bis 18. Jahrhunderts blieb nicht viel übrig. Es fehlte auch nach dem Verlust der Eigenständigkeit des Herzogtums Preußen die Förderung der Künste durch einen ortsansässigen Landesherrn. Dagegen blühte das Kunsthandwerk, vor allem die Goldschmiede- und die Bernsteinkunst, besonders im 17. und 18. Jahrhundert. Um 1830 begann eine Entwicklung Königsbergs zum Kunstzentrum.
Von viele ostpreußischen Maler ging 1945 ein Großteil ihrer Kunstwerke verloren, so dass sie heute zu Unrecht wenig bekannt sind. Die berühmtesten Künstler aus Ostpreußen sind Lovis Corinth (1858-1925) und Käthe Kollwitz (1867-1945).
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Wildromantische Landschaft: Die Wolfsschlucht in Warnicken/Samlandküste. Deckfarbenbild des Biedermeier um 1840. Ostpreußisches Landesmuseum