Die Gründung der Königsberger Kunstakademie erfolgte 1845 auf Initiative von August Hagen, Preußens erstem Professor für Kunstgeschichte an der dortigen Albertus-Universität, und des Oberpräsidenten der Provinz, Theodor von Schön. Neben Berlin und Düsseldorf war sie die dritte in Preußen. Vorausgegangen war die Bildung eines Kunstvereins.
Im neuen Akademiegebäude gab es erstmals Räume für eine ständige, öffentliche Kunstausstellung in Königsberg. Mit diesen Aktivitäten erreichte die Stadt erstmals seit Herzog Albrecht im 16. Jahrhundert wieder die Rolle eines Kunstzentrums.
Zum ersten Direktor der Akademie wurde der Historienmaler Carl Ludwig Julius Rosenfelder (1813-1881) aus Berlin berufen. Von dort kamen auch die meisten der übrigen Lehrer. In Königsberg spielte die Landschaftsmalerei schon damals eine wichtige Rolle.
Abbildung:
Die alte Kunstakademie in Königsberg. Lithografie um 1850.