Lehrer der Grafik an der Kunstakademie Königsberg

Eine Ausbildung für Druckgrafik ist an der Kunstakademie Königsberg ab 1852 bekannt. Zunächst ging es nur um den Kupferstich als Vervielfältigungstechnik. Technische Neuerungen im Druckverfahren hatten diese Aufgabe bald abgelöst.

1902 berief man Heinrich Wolff (1875-1940) als Lehrer für freie Grafik. Unter ihm erlangte die künstlerische Grafik in Königsberg hohes Ansehen. Seine 33 Jahre währende Akademietätigkeit prägte die ostpreußische Kunst der Zeit mit. Wolffs Arbeiten wirken durch ihre malerische Darstellungsweise der Landschaften, der Stadtansichten als auch in vielen Portraits.

Von 1937 bis 1943 arbeitete Wilhelm Heise (1892-1965) als Nachfolger Wolffs an der Akademie. Er entwickelte mit dem Steinstich eine sehr exakt darstellende Technik weiter, die zu seinem neusachlichen Stil gut passte.

Neben Heise erhielt Norbert Dolezich (1906-1996) 1939 eine freie Dozentur für Zeichnung und Grafik. Als Schüler Heinrich Wolffs wandte er sich eher traditionellen Techniken zu.

Abbildung:
Das Druckereigebäude der neuen Kunstakademie in Königsberg, nach einem verschollenen Gemälde von Eduard Bischoff von 1942