Ostpreußen unter dem Hakenkreuz 1933-1945

In Ostpreußen fanden die Nationalsozialisten ab 1928 überdurchschnittlich viele Wähler. Nach der Machtübernahme 1933 begannen die totalitäre Durchdringung von Staat und Gesellschaft sowie die Verfolgungen und Morde an Juden, politischen Gegnern und vielen weiteren Opfergruppen. 1945, mit Ende des Zweiten Weltkriegs, ging das alte Ostpreußen unter.

In der Ideologie des Nationalsozialismus spielte Ostpreußen als östlichster Teil des Reiches eine völkisch-nationale Sonderolle: sowohl als „Bollwerk“ gegen vermeintlich vorrückende slawische Einflüsse wie auch als militärisches Aufmarschgebiet bei den deutschen Angriffen auf Polen und die Sowjetunion.

Wirtschaftliche und politische Erfolge wurden gerade in dieser östlichen Provinz propagandistisch genutzt. Die Aufbruchsstimmung erfasste alle Schichten und erhöhte den Rückhalt für Ideen und Programme der NS-Bewegung.

Der mit dem Überfall auf Polen begonnene, von Terror und Verbrechen besonders von deutscher Seite geprägte Zweite Weltkrieg verwüstete Europa und andere Teile der Welt. In den Trümmern der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft endete auch die knapp 700 Jahre währende deutsche Geschichte Ostpreußens.

Abbildung:
Kundgebung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) am 1. Mai 1933 auf dem Marktplatz im oberländischen Saalfeld (Kreis Mohrungen). Foto: Bildarchiv Ostpreußen, 84682