Masuren – Nadelmischwälder und Seen

Der Süden Ostpreußens liegt auf einer Endmoräne der letzten Eiszeit, dem Baltischen Höhenrücken, und bildet eine sanft-wellige, sehr abwechslungsreiche Landschaft. Masuren ist durch vorwiegend sandigen Boden charakterisiert, auf dem Kiefernwälder gut gedeihen.

Die sich nördlich und westlich anschließenden Gebiete weisen lehmigere Böden auf. In Masuren wurde besonders Forstwirtschaft und Fischerei betrieben; Ackerbau war auf den mageren Böden schwierig. Die landwirtschaftlich wertvollsten Regionen Ostpreußens finden sich im Westen und Norden, also im Ermland, im Samland und entlang des Pregel; dort sind die Wälder seit langem zurückgedrängt.

Die wald-, moor- und seenreiche Landschaft Masurens mit ihrer geringen Bevölkerungsdichte bietet bis heute Rückzugsräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die weiter westlich selten geworden oder ganz verschwunden sind. Auch der Tourismus profitiert von der reizvollen Naturlandschaft.

Abbildungen:
Blick auf den Lampaschsee bei Heinrichshöfen/Jędrychowo, 2014. Foto: Dr. Christoph Hinkelmann

Abendstimmung am Mauersee, 1999. Foto: Dr. Christoph Hinkelmann (zweites Motiv)