Rominter Heide – ein besonderes Überbleibsel der „Großen Wildnis“

Nach den ersten Besiedlungswellen durch den Deutschen Orden blieb vom 14. bis zum 17. Jahrhundert im östlichen Ostpreußen ein breiter Waldstreifen bestehen. Die sogenannte „Große Wildnis“ diente als natürliche Verteidigungslinie. Nach weiterer Rodung der Wälder zugunsten der Landwirtschaft verblieben drei große Waldgebiete, Johannisburger, Borker und Rominter Heide genannt. „Heide“ bezeichnete eine für Menschen wenig nutzbare Landschaft.

Die Rominter Heide war ein artenreicher Mischwald. Forstwirtschaftliche Maßnahmen fördern bis heute den Nadelwaldanteil, doch finden sich nach wie vor Gebiete mit Laubbäumen und viel Bodenvegetation. Dieses naturnahe Ökosystem schafft gute Lebensbedingungen für zahlreiche Tierarten. Als Jagdgebiet ist die Rominter Heide bis heute legendär.

Seinen Namen erhielt der Wald durch den Fluss Rominte, der das heute zwischen Polen und Russland geteilte Gebiet diagonal durchzieht und im Nordwesten in die Pissa mündet.

Abbildung:
Die Rominte/Krasnaja, die dem Waldgebiet seinen Namen gab, bei Makunischken/Tokarewka, 2015. Foto: Dr. Christoph Hinkelmann (123)