Preußens Aufstieg

1525 wandelte der letzte Hochmeister in Preußen, der Hohenzoller Albrecht, das Ordensland in ein weltliches, evangelisches Herzogtum um. Ab 1618 wurde es gemeinsam mit der Mark Brandenburg regiert. Vier jeweils lang regierende Herrscher in Folge führten die Gebiete zusammen und ließen sie im 18. Jahrhundert zur europäischen Großmacht aufsteigen.

Hochmeister Albrecht gelang mit der Abkehr von der Ordensidee und einem grundlegenden Wandel der Sprung in die Zukunft. Das Herzogtum Preußen, der weltweit erste protestantische Staat, modernisierte sich auch dank seiner Universität.

Die Einigung mit dem Adel und militärischer Erfolg prägten die Amtszeit des „Großen Kurfürsten“, der die Abhängigkeit von Polen lösen konnte und so die Königskrönung seines Sohnes Friedrich 1701 ermöglichte.

Dessen Sohn Friedrich Wilhelm I. brachte als „Soldatenkönig“ dem Land Frieden. Er nutzte die Zeit für innere Reformen. Mit seiner Vorliebe für alles Militärische und dem professionellen Berufsbeamtentum führte er vieles ein, was später als typisch „preußisch“ galt. Sein Sohn Friedrich II. „der Große“ beendete durch rege Kriegsführung Ostpreußens isolierte Lage.

 

Abbildung:
Königsberg, Blick auf das Schloss vom Altstädtischen Kirchplatz aus, 1836 (in Druckqualität vorhanden)Königsberg, Blick auf das Schloss vom Altstädtischen Kirchplatz aus, 1836, Lithographie nach einem Gemälde von Carl Hübner (1814-1879)

Königsberg, seit dem 14. Jahrhundert bereits Sitz des Ordensmarshalls, wurde 1457 nach dem Verlust der Marienburg Sitz des Hochmeisters und ab 1525 Residenz der Herzöge von Preußen. Da die Erhebung der Kurfürsten zu Königen nur außerhalb der Reichsgrenzen möglich war, diente die Königsberger Schlosskirche als Krönungskirche der preußischen Könige, auch wenn die Brandenburger Hohenzoller von Berlin und Potsdam aus regierten. Das vielfach umgebaute Schloss prägte das Stadtbild und diente ebenso als Sitz der Sitz der Provinzregierung, des Oberlandesgerichts wie auch als archäologisches Museum der Prussia-Gesellschaft. Im Zweiten Weltkrieg zur Ruine geworden wurde das Schloss 1968 gesprengt.