Königsberg als Krönungsstadt entwickelte parallel zu Danzig eine reiche Tradition der Goldschmiede- und Bernsteinkunst.
Prachtentfaltung und fürstliche Geschenke stellten schon im Mittelalter, besonders dann bei absolutistischen Herrschern der Barockzeit ein wichtiges Mittel dar, um gesellschaftlichen Stand und Machtfülle zu beweisen. Sehr beliebt waren kunstvoll gearbeitete Geräte, Gefäße und Dekorationsstücke aus wertvollen Materialen wie Gold, Silber und Bernstein.
Die Königsberger Goldschmiedekunst befand sich auf der Höhe der Zeit, dies belegen direkte Einflüsse aus dem europäischen Kunstzentrum Augsburg. Eine Besonderheit in Preußen waren die Spezialisten der Bernsteinkunst. Ihre Arbeiten gehörten zum Exklusivsten, was das europäische Kunsthandwerk zu bieten hatte und fanden sich in den Sammlungen der Könige und Fürsten. Die größte Prachtentfaltung bot das von König Friedrich I. in Berlin beauftragte legendäre Bernsteinzimmer.