Vom Hochmeister zum Herzog: Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1490-1568)

Bereits mit 20 Jahren wurde Albrecht Hochmeister des Deutschen Ordens. Aus dem mächtigen Adelsgeschlecht der Hohenzollern stammend verweigerte er seinem Onkel Sigismund I., König von Polen, den Treueeid und führte erfolglos Krieg. Ohne Rückhalt im Reich und auf Rat Martin Luthers legte er 1525 gegen kaiserlichen Willen das Amt des Hochmeisters nieder. Er huldigte Sigismund I. in Krakau, um von ihm das restliche Ordensland als Herzogtum und Lehen zu erhalten.

Albrecht wurde protestantisch, heiratete die dänische Königstochter Dorothea und führte im ganzen Land die Reformation ein. Da Protestanten die Bibel lesen können sollten, gründete er zahlreiche Schulen und die später nach ihm „Albertina“ benannte Universität von Königsberg. Am Schloss entwickelte sich eine repräsentative, für die Renaissance typische Hofhaltung.

Nach dem Tod seines Sohnes übernahmen seine in Brandenburg regierenden Hohenzollern-Verwandten auch die Herrschaft des Herzogtums Preußen.

Abbildungen:
1.) Hans Krell (um 1490-1565): Albrecht als Hochmeister des Deutschen Ordens 1522
Albrecht, Sohn von Frederick V., Markgraf von Brandenburg-Ansbach, und der polnischen Königstochter Sofia Jagiellonica, war der 37. Hochmeister und zugleich der letzte in Preußen.
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2.) Lucas Cranach der Ältere (1472-1553): Albrecht als Herzog von Preußen, 1528
Der inzwischen verheiratete Herzog ließ sich mit Fellkragen und broscheverziertem Hut als weltlicher Fürst porträtieren. Nichts erinnert mehr an den zu Keuschheit und Armut verpflichteten Ordensbruder. Als seinen Porträtisten wählte er einen der wichtigsten Hofmaler seiner Zeit. Lucas Cranach war zugleich der Künstler der Reformation, Trauzeuge Luthers und Pate dessen ältesten Sohnes.
Das Originalbild hängt im Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig