Als die Ordensritter ins spätere Ostpreußen kamen, brachten sie schwere Pferde mit, welche die gepanzerten Ritter tragen und Wagen ziehen konnten. Die dort bereits ansässigen Prußen ritten auf „Schweiken“, einer kleinen, wildpferdähnlichen Rasse. Aus beiden entstanden durch konsequente Züchtung im 18. Jahrhundert kräftige, aber auch sehr bewegliche Warmblutpferde. Sie wurden stets nur untereinander verpaart.
Je nach Bedarf aus Militär oder Landwirtschaft wurde die Zuchtrichtung mal mehr zum wendigen, mal mehr zum kräftigen Typ gelegt. Warmblutpferde bildeten bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Rückgrat der ostpreußischen Landespferdezucht und der Pferde der preußischen Armee. Durch die zunehmende Motorisierung im 20. Jahrhundert verloren sie überall ihre Bedeutung als Transport- und Zugkräfte. Heutige Trakehner werden fast ausschließlich im Reit- und Rennsport eingesetzt.
Abbildung:
Preußisches Pferd. Radierung von Johann Elias Ridinger, um 1752.