„Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden“: Christentum für Anfänger

Der Jude Jesus von Nazareth gilt seinen Anhängern als Erlöser (“Messias“) und Gottes Sohn, und wird daher Christus („der Gesalbte“) genannt. Er wurde vor etwa 2.000 Jahren am Kreuz hingerichtet. Dennoch war er Urheber einer Religion, die anfangs besonders Europa grundlegend prägte und heute die weltweit größte Religionsgemeinschaft bildet.

Christen verehren wie Juden und Moslems nur einen Gott, der aber für sie in drei Erscheinungsformen auftritt: als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Jesus soll als menschgewordener Sohn Gottes von Maria geboren worden sein.

 

Die religiöse Basis bildet die Bibel mit dem „Alten Testament“ (jüdische Überlieferungen) und dem „Neuen Testament“ mit den Geschichten über das Leben Jesu und seiner Jünger. Für die Christen führt der Glaube an Jesus als Messias zur Erlösung von Sünden und damit zur ewigen Seligkeit nach der Wiederauferstehung.

Das Christentum spaltete sich in viele verschiedene Richtungen auf, katholisch, orthodox und evangelisch sind die wesentlichen. Sie unterscheiden sich in vielen Dingen, aber alle pflegen die heiligen Bräuche (Sakramente) von Taufe und Abendmahl.

Abbildung:
Epitaph (Erinnerungstafel für einen Verstorbenen) für Hans Nimptsch, Königsberg 1557, gemalt von Heinrich Königswieser (1530-1583)
Die Darstellung Jesus Christus am Kreuz ist das bedeutendste Motiv der christlichen Lehre, gemalt oder plastisch als Kruzifix. Jesus erlitt die für Schwerverbrecher vorgesehene grausamste Hinrichtungsart der römischen Zeit, obwohl er den Christen als allmächtiger Gottessohn gilt. Was zunächst Jünger und Gläubige irritierte, wird als ein freiwillig erbrachtes, stellvertretendes Opfer für alle Menschen ausgelegt, womit er ihnen den Weg zum ewigen Leben ermöglicht.

Das Epitaph für Hans Nimptsch hing früher im Königsberger Dom, heute im Museum für Ermland und Masuren, Olsztyn/Allenstein.