Der Deutsche Orden war ein Ritterorden, der 1190 während der Kreuzzüge im Heiligen Land entstand. Nach der Niederwerfung der Prußen gründete er ein wohlhabendes Land mit vielen Städten, Burgen und einer für damalige Verhältnisse modernen Verwaltung. 1525 wandelte Hochmeister Albrecht das Land in ein protestantisches, weltliches Herzogtum um.
Der Deutsche Orden war ein Ritterorden, der 1190 während der Kreuzzüge im Heiligen Land entstand. Nach der Niederwerfung der Prußen gründete er ein wohlhabendes Land mit vielen Städten, Burgen und einer für damalige Verhältnisse modernen Verwaltung. 1525 wandelte Hochmeister Albrecht das Land in ein protestantisches, weltliches Herzogtum um.
Die Ritter und Priester des Ordens waren den mönchischen Gelübden Armut, Keuschheit und Gehorsam unterworfen, dem Pilgerschutz, aber auch dem Heidenkampf verpflichtet. Der „Orden der Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens in Jerusalem“, so sein ganzer Name, wurde vom polnischen Fürsten Konrad von Masowien für dessen Kampf gegen die Prußen gerufen. Durch Verträge mit Kaiser und Papst sicherte Hochmeister Hermann von Salza dem Orden die Herrschaft im eroberten Gebiet. Nach Fusion mit dem Schwertbrüderorden wurde der Orden in Livland Landesherr.
Niederlagen gegen die vereinigten Polen und Litauer führten 1466 zur Landesteilung und in die Abhängigkeit zu Polen. Während der Orden bis heute als geistlich-katholisches Institut existiert, wurde sein Land lange nationalistisch instrumentalisiert.
Abbildung im Text (Karte Balleien):
Der Deutsche Orden verfügte im gesamten Reichsgebiet und darüber hinaus über umfangreiche Besitztümer, die in Kommenden und Balleien gegliedert waren und eine wichtige Einnahmequelle auch für seine Herrschaftssicherung und Eroberungen im Osten darstellten. Der „Deutschmeister“, zuständiger Landmeister in den Balleien des Heiligen Römischen Reiches und später auch Italiens und damit dort Vertreter des Hochmeisters, war eines der höchsten Ämter im Deutschen Orden. Bis 1309 war der Sitz des Hochmeisters Venedig, dann bezog er die Marienburg.