Maria und Missionierung - der christliche Leitgedanke des Deutschen Ordens

Ursprünglich als Hospitalgemeinschaft im Heiligen Land gegründet, war die Patronin des Ordens Maria, die Mutter Christi. Sie findet sich in vielen Ortsnamen und wird besonders oft dargestellt. Die Brüder lebten wie Mönche nach strengen Regeln, wozu regelmäßige Gottesdienste gehörten. Unter ihnen gab es auch Priesterbrüder für geistliche und Verwaltungsaufgaben.

 

Die Unterwerfung der Nichtchristen mit anschließender Taufe stand im Vordergrund. Der militärische Kampf war von der Kirche akzeptiert, wenn er eine „gerechte Sache“ zum Ziel hatte: Verteidigung gegen Angriffe sowie Herstellung von Frieden und Ordnung. Im damaligen Verständnis musste ein Ungetaufter ewige Höllenqualen leiden, die Bekehrung war für seine Seele daher eine gute Tat. Die Unterwerfung der Prußen und Feldzüge gegen Litauer wurden daher nicht nur vom Papst, sondern von vielen Kreuzfahrern unterstützt, denen man eine Tilgung ihrer Sünden versprach.

Abbildung:
Die wiederhergestellte Marienfigur an der Choraußenwand  der Marienkirche
Die Patronin des Ordens: Maria
Die Marienburg als Sitz des Hochmeisters wurde neben den eindrucksvollen Befestigungsanlagen auch von einer acht Meter hohen Monumentalfigur der Maria dominiert. Sie stand in der Außenwand des nach Südosten – Richtung Jerusalem – ausgerichteten Chores der im 14. Jahrhundert erbauten Marienkirche im Hochschloss der Burg. Die mit farbigem Glasmosaik besetzte Monumentalfigur wurde 1945 zerstört und erst 2016 in Anwesenheit des Hochmeisters wieder neu geweiht.
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