Königsberg – Zentrum der Wissenschaft

Mit Gründung des Herzogtums und der Universität wurde Königsberg im 16. Jahrhundert Anziehungspunkt für Gelehrte, Prediger und Künstler. Später wirkten dort namhafte Wissenschaftler, besonders Staats-, Rechts- und Naturwissenschaftler. Aus diesem Kreis ragt bis heute Immanuel Kant als einer der weltweit wichtigsten Philosophen heraus.

Die wichtigste wissenschaftliche Einzelleistung des Landes erfolgte allerdings nicht in Königsberg, sondern in Allenstein und Frauenburg durch Nikolaus Kopernikus. Er beendete die mittelalterliche Weltsicht, nach der sich im Universum alles um die Erde drehte.

 

Die Astronomie sollte mit der Sternwarte und wichtigen mathematischen Arbeiten zur Himmelsbewegung ein wissenschaftlicher Schwerpunkt in Königsberg bleiben. Auch Immanuel Kant hat neben seinen philosophischen Arbeiten zur Astronomie geforscht.

In der Krise Preußens, hervorgerufen durch die französische Besatzung 1807-1813, konnten sich Schüler der Königsberger Aufklärer wie Theodor von Schön oder Friedrich Leopold von Schrötter mit ihren Reformideen durchsetzen und ganz Preußen grundlegend modernisieren.

Eine kleine Auswahl von Professoren:

Simon Dach

Christian Jacob Kraus

Karl Lachmann

Eduard von Simson

Andreas Osiander,

Johann Friedrich Herbart (1776-1841): Philosoph, Psychologe und Pädagoge

Johannes Voigt (1786-1863): Archivar und Historiker

Felix Dahn

Adalbert Bezzenberger (1851-1922): Philologe baltischer Sprachen

Herrmann von Helmholtz

Eine kleine Auswahl von Studenten:

Johann Christoph Gottsched

David Hilbert

Theodor Gottlieb von Hippel der Ältere

Theodor Gottlieb von Hippel der Jüngere

Johann Georg Hamann

Johann Gottfried Herder

E.T.A. Hoffmann

Ferdinand Gregorovius

Gustav Robert Kirchhoff

Hermann Minkowski

Arnold Sommerfeld

Hermann Sudermann

Ernst Wiechert