Holz war Wegbereiter der Moderne, wichtigster Autor und Theoretiker des Naturalismus („Die Kunst, ihr Wesen und ihre Gesetze“).
Zusammen mit dem Dramatiker Johannes Schlaf begründete er die naturalistische Erzählkunst („Papa Hamlet“). Das sozialkritische Drama „Die Familie Selicke“ (1890) übertraf Gerhart Hauptmann in seiner Abbildgenauigkeit und der Charakterisierung der Personen durch Verwendung des Berliner Dialekts.
Holz sah sich als Großstadtdichter. Dennoch erinnern die Naturbilder seines Langgedichts „Phantasus“ an ostpreußische Landschaften. Das reimlose, jahrzehntelang weitergedichtete Werk um einen armen Dachstubenpoeten wurde grafisch originell gesetzt.
Erst in den 1920er Jahren fand Holz breitere Anerkennung.
Abbildung:
Arno Holz, Fotografie um 1913