Arno Surminski (geb. 1934 in Jäglack bei Rastenburg)

Auf der Flucht 1945 wurde Surminski Vollwaise. Als einer der ersten vielgelesenen Autoren hat er Flucht und Vertreibung mit dem Willen zur Versöhnung geschildert. Für ihn ist Heimat nicht nur ein Ort, sondern steht für das Zusammenleben mit vertrauten Menschen.

Arno Surminski arbeitete vor seiner schriftstellerischen Karriere als Holzfäller in Kanada, später bei einer Versicherung in Hamburg, wo er seither lebt.

Seine erfolgreichen Kindheitserinnerungen „Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland“ wurden verfilmt. Neben persönliche Erinnerungen in den Ostpreußen-Romanen treten weitgespannte historische Panoramen bis zurück zur Zeit Napoleons und eine dokumentarisch inspirierte Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen („Die Vogelwelt von Auschwitz“; „Winter Fünfundvierzig oder Die Frauen von Palmnicken“). Seine Werke wurden vielfach übersetzt, auch ins Polnische und Russische. Er pflegt bis heute freundschaftliche Beziehungen zu den Bewohnern seines Geburtsorts.

Abbildung:
Arno Surminski vor dem Denkmal in Palmnicken, heute das russische Jantarny.
Das Mahnmal erinnert an das lange verdrängte und vergessene Massaker vom 31. Januar 1945, als SS-Soldaten ca. 3.000 jüdische Frauen in die eisige Ostsee trieben und erschossen. In seinem Roman „Winter Fünfundvierzig oder Die Frauen von Palmnicken“ fragt Surminski nach Schuld und Schweigen der Täter.