Elche sind die weltweit größten Hirsche und können bis zu 770 kg schwer werden. Sie kommen in Nordamerika, Nordeuropa und Nordasien vor und waren einst auch in West- und Mitteleuropa verbreitet. Jungelche wandern weit und kommen zuweilen bis in die Bundesrepublik.
In Ostpreußen lebten sie vor allem im Mündungsdelta der Memel am Kurischen Haff, denn ihr bevorzugter Lebensraum sind Sumpf- und Bruchwälder, Flussauen und Laubwälder. Hier finden sie ihre Nahrung: frisches Laub, Knospen, Triebe und Wasserpflanzen. Mit ihren spreizbaren Hufen versinken sie nicht im Morast. Zudem sind sie ausgezeichnete Schwimmer und können metertief tauchen.
Dank seiner Größe hat der Elch kaum Feinde und flieht nicht sofort. Seine Ruhe und Kraft sowie der Umstand, dass er nur selten gesehen wird, haben zu seiner Verklärung beigetragen.
Der Elch und sein Geweih, die „Elchschaufel“, wurden zu Symbolen Ostpreußens, die sich z.B. im Brandzeichen der Trakehner Pferde und im Logo der Landsmannschaft wiederfinden.
Abbildung:
Landschaft im Großen Moosbruch bei Lauknen/Gromovo im südlichen Teil des Elchwalds, 1994. Foto: Dr. Christoph Hinkelmann