Mit der Niederlage im ostpreußischen Friedland endete 1807 Preußens Kampf gegen Napoleon. Auf neutralem Boden – einem Floß auf der Memel – verhandelte der französische Sieger mit dem russischen Zar Alexander die Friedensbedingungen, zunächst unter demütigendem Ausschluss des preußischen Königs.
Die Gebietsverluste und Zwangszahlungen belasteten Preußen schwer; gerade Ostpreußen litt in den Folgejahren zudem unter dem Handelsverbot mit England.
1812 überschritt Napoleons Heer, das bis dahin größte Europas, die Memel, um den Feldzug gegen Russland wiederaufzunehmen. Dieser endete in einer militärischen Katastrophe. Preußische Einheiten unter Yorck von Wartenburg, die der französischen Grande Armée zwangsverpflichtet waren, nutzten die Gunst der Stunde und vereinbarten einen Waffenstillstand mit Russland, bekannt als „Konvention von Tauroggen“. Mit ihr und der Königsberger Landwehr begann eine patriotische Bewegung, die Europa vom französischen Joch befreite.
Abbildung:
Quartiernahme der Großen Armee Napoleons in Sensburg am 13. Juni 1812, Lithographie von Albrecht Adam, um 1812
Gerade die ostpreußische Landbevölkerung hatte unter der Großen Armee stark zu leiden, weil diese "aus dem Lande" lebte. Dargestellt ist der überlaufene Marktplatz der masurischen Kleinstadt mit Planwagen, Kaleschen und vollgestopften Leiterwagen mit hinten angebundenen Kühen.