Bernstein hat seit Jahrtausenden die Menschen zum Gestalten gereizt. In der Steinzeit wurde Bernstein gern zu Perlen und Amuletten verarbeitet. Figuren haben menschen- oder tierähnliche Züge.
Mit weiterentwickelten Möglichkeiten entstanden in der Antike Reliefs und vollplastische Figuren. Schneiden und Schnitzen sind wichtige Arbeitsgänge.
Ab dem 14. Jahrhundert kam der Bernstein erneut in Mode. Vor allem Gebetsketten wurden nachgefragt. Einzelne Künstler arbeiteten Figuren und kleine Gefäße, meist für kirchlichen Gebrauch.
Seit der Renaissance verfeinern Kunsthandwerker ihre Techniken mit Schleifen und Gravieren. Kästchen und Möbel wurden mit Bernstein beklebt. So entstanden große Bernsteinarbeiten. Weltberühmt ist das Bernsteinzimmer, dessen Wände völlig mit geschnitztem Bernstein besetzt sind. Seit Ende des 19. Jahrhunderts kann mit Pressbernstein Bernsteinschmuck viel billiger hergestellt werden. Heute wird Bernsteinkunst und -schmuck wieder modern.
Abbildung:
Bernsteinplättchen mit von hinten eingravierter Darstellung. (Original 5 cm breit). Ostpreußisches Landesmuseum